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Depression

Was ist Depression?

Andrra Kelmendi
Andrra Kelmendi Wissenschaftliche Forscherin
| | 4 Min. Lesezeit

Geprüft von Dorentina Podrimqaku, Klinische Psychologin

Depression ist eine häufige psychische Erkrankung, die jedes Jahr Millionen von Menschen betrifft, darunter sowohl Erwachsene als auch junge Menschen. Sie ist weit mehr als ein vorübergehendes Gefühl von Traurigkeit oder ein einzelner schlechter Tag. Depression ist eine echte gesundheitliche Erkrankung, die beeinflusst, wie wir denken, fühlen und im Alltag funktionieren, und die in der Regel über Wochen oder Monate anhält, sofern sie nicht die richtige Unterstützung erhält.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Depression kein Charakterfehler ist und auch nichts, wofür man sich schämen müsste. Dennoch sucht nur ein kleiner Teil der Menschen, die an einer schweren Depression leiden, professionelle Hilfe — oft aufgrund von Stigmatisierung, Scham oder mangelnder Information. Manche zögern, weil sie glauben, sie müssten es alleine bewältigen, oder dass ihr Zustand “nicht ernst genug” sei. Die Wahrheit ist: Depression ist behandelbar, und sich Unterstützung zu suchen ist ein mutiger Schritt, kein Zeichen von Schwäche.

Was sind die Symptome einer Depression?

Eine Depression zeigt sich bei jedem Menschen anders, doch die Symptome lassen sich grob in drei Hauptgruppen einteilen: emotionale, körperliche und kognitive Symptome.

Emotionale Symptome umfassen ein anhaltendes Gefühl von Traurigkeit, Leere oder Hoffnungslosigkeit, den Verlust von Interesse oder Freude an Aktivitäten, die früher Spaß gemacht haben, Reizbarkeit sowie Schuld- oder Wertlosigkeitsgefühle.

Körperliche Symptome können anhaltende Müdigkeit und Energielosigkeit, Veränderungen des Schlafs (Schlaflosigkeit oder zu viel Schlaf), Veränderungen von Appetit und Gewicht sowie Kopf- oder Körperschmerzen ohne erkennbare Ursache umfassen.

Kognitive Symptome umfassen Konzentrations-, Entscheidungs- und Gedächtnisschwierigkeiten, wiederkehrende negative Gedanken und in schwereren Fällen Gedanken an den Tod oder Selbstverletzung. Wenn Sie oder eine Person, die Sie kennen, solche Gedanken erleben, suchen Sie bitte umgehend Hilfe über unsere Seite zur Soforthilfe.

Was verursacht Depression?

Viele Faktoren können zu klinischer Depression beitragen. Bei manchen Menschen können mehrere Faktoren beteiligt sein, während bei anderen nur ein einziger Faktor ausreicht. Manchmal kann Depression auch ohne erkennbaren Grund auftreten. Einige der Ursachen sind:

Biologische Faktoren

Menschen mit Depression können unterschiedliche Mengen an Gehirnchemikalien haben, sogenannte “Neurotransmitter”, die die Depression beeinflussen.

Kognitive Muster

Negative Denkmuster und geringes Selbstwertgefühl erhöhen das Risiko einer klinischen Depression.

Geschlecht

Depression tritt häufiger bei Frauen auf, möglicherweise aufgrund hormoneller Veränderungen während des Menstruationszyklus, der Schwangerschaft, der Geburt und der Menopause sowie vielfältiger Verantwortlichkeiten.

Begleitende Erkrankungen

Depression tritt häufiger zusammen mit Erkrankungen wie Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes und hormonellen Störungen auf.

Medikamente

Nebenwirkungen bestimmter Medikamente können Depressionen verursachen.

Genetische Faktoren

Eine familiäre Vorgeschichte von Depression erhöht das Risiko. Studien legen nahe, dass eine Kombination aus Genen und Umweltfaktoren ebenfalls eine Rolle spielt.

Schwierige Lebenssituationen

Schwierige Lebensereignisse wie Scheidung, finanzielle Probleme oder der Verlust eines geliebten Menschen können zu Depression beitragen.

Wann sollten Sie Hilfe suchen?

Jeder hat schwere Tage, doch wenn Gefühle von Traurigkeit, Erschöpfung oder Interessenverlust länger als zwei Wochen anhalten und beginnen, Ihre Arbeit, Ihre Beziehungen oder Ihre Selbstfürsorge zu beeinträchtigen, ist es Zeit, mit einer Fachperson zu sprechen. Sie müssen nicht warten, bis es “ernst genug” wird — je früher Sie sich Unterstützung suchen, desto leichter fällt in der Regel die Genesung.

Ein lizenzierter Psychologe kann Ihnen helfen zu verstehen, was Sie erleben, und gemeinsam mit Ihnen den passenden Weg nach vorne zu finden. Gesprächstherapie, insbesondere wissenschaftlich fundierte Ansätze, hilft einer Person, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern, praktische Bewältigungsstrategien zu entwickeln und sich gehört zu fühlen, ohne verurteilt zu werden. Professionelle Unterstützung ersetzt nicht Ihre Angehörigen, bietet aber einen sicheren Raum, um an der Genesung zu arbeiten.

Es gibt immer Hoffnung

Eine Depression kann sich wie eine unerträgliche Last anfühlen, doch sie gehört zu den am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Mit der richtigen Unterstützung geht es den meisten Menschen wieder besser und sie gewinnen ihre Lebensqualität zurück. Um Hilfe zu bitten ist kein Versagen — es ist ein Akt der Fürsorge für sich selbst.

Wenn Sie das Gefühl haben, professionelle Unterstützung zu benötigen, können Sie sich über die Mendje-Plattform mit einer Psychologin oder einem Psychologen verbinden. Erfahren Sie, wie es funktioniert und sehen Sie unsere Preise — der erste Schritt zur Genesung ist vielleicht näher, als Sie denken.

Bereit anzufangen? Lade die Mendje-App herunter und finde eine lizenzierte Psychologin oder einen lizenzierten Psychologen, die dich versteht.

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