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Depression

Körperliche Gesundheit ist eng mit psychischer Gesundheit verbunden

Andrra Kelmendi
Andrra Kelmendi Wissenschaftliche Forscherin
| | 4 Min. Lesezeit

Geprüft von Dorentina Podrimqaku, Klinische Psychologin

Psychische Belastungen, die traditionell nur als psychologische oder neurologische Probleme betrachtet wurden, werden zunehmend auch mit körperlichen Ursachen in Verbindung gebracht. Eine von The Economist veröffentlichte Studie zeigt auf, wie Faktoren wie Entzündungen, hormonelle Ungleichgewichte und Störungen des Darmmikrobioms Zustände wie Angst und Depression auslösen oder verschlimmern können. Dieses Verständnis stellt alte Annahmen in Frage und erinnert uns an etwas Einfaches: Geist und Körper sind keine zwei getrennten Systeme, sondern zwei Seiten desselben Wohlbefindens.

Die Verbindung von Geist und Körper

Wenn der Körper leidet, leidet oft auch der Geist, und umgekehrt gilt dasselbe genauso stark. Entzündungen etwa stehen im Zusammenhang mit Depression, und einige Studien legen nahe, dass entzündungshemmende Ansätze in bestimmten Fällen hilfreich sein können. Hormonelle Ungleichgewichte, einschließlich solcher der Schilddrüsen- oder Reproduktionshormone, können Stimmung und geistige Klarheit beeinflussen. Die Darm-Hirn-Achse zeigt, wie Veränderungen im Mikrobiom unser emotionales Befinden spürbar prägen können.

Dieses Zusammenspiel zeigt sich auch im Alltag. Eine schlechte Nacht kann die Welt dunkler erscheinen lassen; eine lange Phase von Stress kann sich als Kopfschmerzen, Muskelverspannungen oder Erschöpfung äußern. Ebenso verlieren wir, wenn wir uns über längere Zeit ängstlich oder niedergeschlagen fühlen, oft den Appetit, den Schlaf oder die Lust, uns zu bewegen, was wiederum den Körper zusätzlich belastet. Es ist ein Kreislauf, der in beide Richtungen wirkt.

Diese Verbindung zu verstehen bedeutet nicht, sich selbst die Schuld zu geben, sondern zu erkennen, dass Sorge um den Körper auch Sorge um den Geist ist. Es bedeutet außerdem, dass kleine Veränderungen auf der einen Seite, etwa etwas mehr Schlaf oder etwas mehr Bewegung, auf der anderen Seite Erleichterung bringen können.

Schlaf, Bewegung und Ernährung

Drei einfache Säulen prägen, wie wir uns jeden Tag fühlen. Schlaf ist vielleicht die wirkungsvollste: Wenn wir genug und regelmäßig schlafen, erholt sich das Gehirn, Emotionen werden besser handhabbar und unsere Widerstandskraft gegenüber Stress wächst. Versuchen Sie, feste Zeiten einzuhalten und die Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen zu reduzieren.

Bewegung, selbst ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft, kann helfen, Anspannung zu lösen und die Stimmung zu heben. Intensives Training ist nicht nötig; Beständigkeit zählt mehr als Perfektion, und sanfte, regelmäßige Aktivität lässt sich oft leichter beibehalten als ein ehrgeiziger Plan, der nach einer Woche verblasst. Eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten und ausreichend Flüssigkeit gibt dem Gehirn den Treibstoff, den es zum Funktionieren braucht, während ausgelassene Mahlzeiten oder zu viel Koffein und Zucker uns reizbarer und müder machen können. Keine dieser Gewohnheiten ist ein Wundermittel, doch zusammen bilden sie ein Fundament, auf dem sich psychisches Wohlbefinden leichter aufbauen lässt.

Kleine Gewohnheiten im Alltag

Dauerhafte Veränderung kommt aus kleinen Schritten, nicht aus plötzlichen Umbrüchen. Sie könnten mit einer einfachen Routine beginnen: ein paar Minuten ruhiges Atmen am Morgen, ein Spaziergang nach dem Mittagessen oder das Weglegen des Telefons eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen. Verbunden zu bleiben mit anderen Menschen ist ebenso wichtig wie körperliche Gewohnheiten, denn Einsamkeit wirkt sich unmittelbar auf unser Befinden aus.

Ein hilfreicher Tipp ist, sich zu Beginn nur eine Gewohnheit auszusuchen und sie mit etwas zu verbinden, das Sie ohnehin jeden Tag tun, zum Beispiel ruhiges Atmen, während der Kaffee durchläuft. Sobald sich diese Gewohnheit natürlich anfühlt, können Sie eine weitere hinzunehmen. Es hilft auch, zu bemerken, was Ihnen guttut und was Sie belastet, denn Bewusstsein ist der erste Schritt jeder Veränderung.

Seien Sie geduldig mit sich selbst, wenn ein Tag nicht nach Plan verläuft. Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern beständige, fortlaufende Fürsorge. Wenn Sie weitere praktische Anregungen suchen, finden Sie verwandte Artikel in unserem Blog.

Wann professionelle Unterstützung hilft

Manchmal reichen gute Gewohnheiten nicht aus, und das ist völlig normal. Wenn Angst, gedrückte Stimmung oder Erschöpfung über Wochen anhalten, wenn sie Arbeit, Schlaf oder Beziehungen beeinträchtigen oder wenn Sie sich einfach überfordert fühlen, ist es ein Zeichen von Klugheit und nicht von Schwäche, sich Unterstützung zu suchen. Ein Psychologe oder eine Psychologin kann Ihnen helfen zu verstehen, was geschieht, und konkrete Wege nach vorn zu finden.

Bei Mendje können Sie sich mit Psychologen und Psychologinnen verbinden, die Ihre Sprache sprechen und Ihren Kontext verstehen. Erfahren Sie, wie es funktioniert, oder werfen Sie einen Blick auf unsere Preise, um zu beginnen. Sorge um die psychische Gesundheit ist Sorge um den ganzen Menschen, und Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.

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