"EQ. Emotionale Intelligenz" von Daniel Goleman, erstmals 1995 veröffentlicht, veränderte unsere Sicht auf Erfolg und Wohlbefinden. Goleman argumentiert, dass die akademische Intelligenz (IQ) nur ein Teil des Bildes ist — die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, zu verstehen und zu steuern, die er emotionale Intelligenz nennt, bestimmt oft, wie gut wir leben, arbeiten und uns mit anderen verbinden.
Goleman beschreibt fünf Säulen: emotionale Selbstwahrnehmung, Selbstregulation, Motivation, Empathie und soziale Fähigkeiten. Er erklärt auch die "Amygdala-Entführung" — jene Momente, in denen starke Emotionen die Kontrolle übernehmen, bevor der logische Verstand reagieren kann — und zeigt, wie wir lernen können, sie zu beruhigen. Diese Fähigkeiten sind nicht angeboren und festgelegt; sie entwickeln sich durch Übung wie jede andere Fähigkeit.
Für viele Leser berührt das Buch eine echte Lücke. In Familien, in denen Emotionen — besonders bei Jungen und Männern — oft nicht benannt und nicht ausgedrückt, sondern "hineingefressen" werden, zeigt Goleman, dass emotionale Bildung eine Fähigkeit ist, die wir unseren Kindern beibringen und in uns selbst aufbauen können. Mit 352 Seiten ist das Buch grundlegend und reich an Beispielen. Es ergänzt die Arbeit mit einem Psychologen sehr gut, besonders beim Umgang mit Ärger, Angst und Beziehungen.